Dienstag, 14. Dezember 2010
Nachhilfe
In finanziellen Dingen bin ich ja eher etwas unbedarft. Deshalb kümmert sich auch mein Freund darum. Seitdem ich mit ihm zusammen bin, komme ich auch wesentlich besser mit meinem Geld aus. Vorher hatte ich nie wirklich einen Überblick, wie ich finanziell gerade da stehe, weil ich auch sehr zu Spontankäufen neige. Dadurch kam es auch schon zu gelegentlichen Rückbuchungen durch die Bank, weil das Konto nicht gedeckt war. Am Rande meines Disokredites bewegte ich mich auch recht häufig und das, obwohl ich ein ganz ordentliches Einkommen bezog.
Ich hatte zwar immer den Vorsatz, Ordnung in meine finanziellen Angelegenheiten zu bringen, habe das aber nie lange durchgehalten. Mein Freund ist dagegen generell viel strukturierter als ich und hat mir geholfen, einen Überblick zu bekommen und vor allem, den auch zu behalten. Er hat mir einen einfach zu händelnden Haushaltsplan auf meinem Rechner eingerichtet, alle laufenden festen Ausgaben und Einnahmen erfasst und ich muss dann nur noch meine flexiblen Ausgaben eintragen und habe somit immer sofort einen Überblick, wie viel Geld ich für den Monat noch zur Verfügung habe. Auch meine ganzen Finanzprodukte wie Versicherungen und diverse Sparpläne hat er erstmal ordentlich ausgeflöht und optimiert.
Bei einem Freund von ihm habe ich dann einen Immobiliensparplan abgeschlossen, da ich schon das Ziel hatte, später mal in einer Eigentumswohnung zu wohnen. Für diesen Immobiliensparplan habe ich einen Genussschein gezeichnet und zahle nun monatlich ein. Nach 20 Jahren kommt da eine ganz schöne Summe zusammen. Für mich klingt das auch sehr schön, für einen Immobiliensparplan Genußrechte zu erwerben. Ich hätte ja vorher gedacht, dass ein Genußschein so was wie ein Gutschein für ein leckeres Essen oder eine gute Flasche Wein ist.
Freitag, 10. Dezember 2010
Total verkalkt
Fürs Wäsche waschen musste ich in den letzten Monaten echt immer sehr viel mehr Zeit einplanen. Mir fiel das eigentlich überhaupt gar nicht auf, bis neulich meine Mutter mal zu Besuch kam. Sie wollte mit mir zu einem Stadtbummel aber ich konnte noch nicht sofort los. Ich hatte nämlich gerade erst meine Waschmaschine angeworfen. Wenn meine Waschmaschine läuft, dann bin ich aus Sicherheitsgründen noch nie aus dem Haus gegangen, denn es war nur eine billige Waschmaschine. Da fehlte mir einfach das Vertrauen, die Wohnung zu verlassen, während sich die billige Waschmaschine was zurecht polterte. Jedenfalls warteten wir somit beide auf das Ende des Waschvorgangs und ließen uns ein Eis schmecken. Sonst erledige ich ja meist nebenher den restlichen Hausputz. Aber das konnte ich meiner Mutter selbstverständlich nicht zumuten. Beim Wohnungsputzen hatte ich auch noch nie auf die Uhrzeit geachtet, wenn meine alte rustikale Waschmaschine ihre Arbeit verrichtete. Als meine Mutter da war, schauten wir beide schon zur Uhr, weil das Eis ja bald vernascht war und wir ja endlich los wollten. Irgendwie wurde meine liebe Waschmaschine nicht fertig. Statt etwas von über einer Stunde angezeigter Waschzeit wurden es plötzlich über zwei Stunden Waschzeit. Ich traute meiner Uhr nicht, aber meine Mutter konnte mir das ja bestätigen. Bei der nächsten Waschfüllung, einen Tag später, wusch meine Waschmaschine wieder so ewig lange. Ein herbeigerufener Monteur checkte meine Maschine eine Woche später und stellte fest, dass die Ursache verkalkte Heizstäbe waren. Er meinte auch, dass sich die Reparatur nicht mehr gelohnt hätte. So stand ich gestern im Warenhaus und ließ mir ein paar billige Waschmaschinen zeigen. Es gab recht viele billige Waschmaschinen, aber dank des Verkäufer-Tipps entschied ich mich für ein beworbenes Markengerät, für welches es gerade eine Aktion gab.
Donnerstag, 9. Dezember 2010
Auf los geht es los, nur das Angebot fehlt noch
Bei mir laufen die Geschäfte gut. Mit meinem Geschenkshop hatte ich die richtige Idee, um mich selbstständig zu machen. Erst wollte ich einst einen Zeitungsshop in meiner Stadt eröffnen. Aus heutiger Sicht wohl eher keine so gute Wahl. Im Internet stieß ich neulich auf eine ganz interessante Seite. Eine Werbe-e-Mail, welche von meinem e-Mail-Programm als Spam deklariert wurde hatte mich auf die eigentlich ganz interessante Seite gebracht. Ich bin echt froh, dass ich die Mail noch angeschaut hatte, bevor ich sie gelöscht hätte, so wie ich das eigentlich immer ziemlich schnell mit Spams mache. Vermutlich hatte ich an jenem Tag zu viel Zeit, wer weiß. Damit meine Geschäfte jedenfalls bald nicht nur gut sondern noch viel runder laufen, hatte ich die Firma aus der falsch einsortierten Mail kontaktiert. Die bieten SEO, also Suchmaschinenoptmierung an. Geschenkanlässe gibt es zum Glück ja das ganze Jahr über. Davon konnte ich mit meinem Geschäftsmodell bisher profitieren und nach einer Suchmaschinenoptmierung für meine Internetpräsenz in Zukunft wohl erst Recht. Mein Problem im Internet nämlich ist, dass es nicht wie in der City nur ein Geschenkladen gibt, sondern zig. Wenn ich daran denke, welche Umsätze mir dadurch verloren gehen, macht mich das schon etwas bekümmert. Aber nicht jammern, sondern klotzen. Also muss mein Internetshop eben gepusht werden, von der SEO Firma aus der Mail. Die haben mich mit ihrem Konzept überzeugt. Sogar Beispiele von erfolgreichen Dienstleistungen dieses erfolgreichen Unternehmens wurden gezeigt und hatten letztendlich meine Begeisterung entfacht. Im Prinzip warte ich nur noch auf das mir hoffentlich zusagende Angebot, dann kann es von mir aus sofort losgehen.
Abonnieren
Posts (Atom)