Dienstag, 15. Februar 2011

Haus statt Wohnung – Finanzierung statt Miete

Meine Schwester ist verheiratet und hat seit kurzem zwei Kinder. Obwohl sie eine recht schöne Wohnung gemietet hat, ist sie jetzt der Auffassung, dass sie doch lieber ihr eigenes Haus bauen (lassen) will. Ich bin ja dagegen, schließlich bindet man sich mit so einem Haus über Jahre an die Finanzierung.
Doch meine Schwester und ihren Mann schreckt das kaum. Und damit die beiden mich davon überzeugen können, dass sie genau das Richtige tun, musste ich mit ihnen gemeinsam zu einem Finanzierungsberater. Und der erklärte uns: „Wenn Sie es richtig anfangen, können Sie bei so einem Bau enorm die Kosten senken und außerdem noch Steuern sparen“. Da war ich ja gespannt, wie das gehen könnte. Er erklärte uns, dass man für eine solche Hausfinanzierung gut einen Bausparvertrag zu Hilfe nehmen könnte. Außerdem gibt es vom Staat, genauer gesagt von Bund und Land Fördermittel für Hausbau oder Immobilienerwerb. Und die Lücke, die dann noch bleibt, könne mit einem Hypothekenkredit schließen. Diese sind um einiges günstiger als andere Kredite und man bekommt ein Pfandrecht auf sein Haus, bis der Kredit vollständig getilgt ist.
Der Berater empfahl uns außerdem, so viel Eigenkapital wie möglich in den Hausbau einzubringen. Denn durch einen hohen Anteil an Eigenleistungen kann man gut die Kosten senken und braucht weniger Kredit. Mindestens 20 Prozent der Bausumme sollten wir aus eigenen Mitteln bezahlen. Außerdem wäre es gut, mit der Bank ein Sondertilgungsrecht zu vereinbaren. Dann könnte man auch größere Einmalzahlungen leisten, z.B. wenn man Weihnachts- oder Urlaubsgeld bekommt.
Im Endeffekt haben sich meine Schwester und ihr Mann entschieden, den Bau zu starten, schließlich, so sagten sie, sei ein solches Haus auch eine Wertanlage fürs Alter.

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