Mein Leben lang habe ich Kurzgeschichten und Kinderbücher geschrieben. Dann war es von einem Jahr auf das andere Jahr aus damit. Geahnt hatte ich das schon lange, weil sowohl mein Vater als auch mein Opa Parkinson hatten. Nur dass es bei mir so schnell kommt, damit hatte ich nicht gerechnet. Aber das sollte für mich kein Grund sein, mit dem Schreiben aufzuhören. Am Anfang habe ich es mit so einem Diktierprogramm versucht. Doch trotz aller Bemühungen um Stimmanpassung kam da am Ende nicht das raus, was ich wollte.
Dann war ich mal wieder bei einer Zusammenkunft unserer Selbsthilfegruppe. Eine Frau erzählte, dass sie ihre ganzen Behördensachen von einem Schreibservice tippen lässt. Als ich sie fragte, wo sie das machen lässt, meinte sie, ich solle im Telefonbuch mal unter juristischer Schreibservice gucken und mich davon nicht beirren lassen. Die beiden Damen würden auch andere Sachen wie Lektorat und Korrektorat machen. Ich sollte einfach mal anrufen und fragen, ob man bei ihnen auch Transkription in Auftrag geben kann.
Zu Hause musste ich erst mal nachgucken, was Transkription überhaupt ist. Aber was ich da gelesen habe, klang für mich wie Musik in den Ohren. Ich konnte meine Texte auf Band oder in eine MP3-Datei auf dem Computer sprechen und sie würden das dann für mich abtippen. Ich hab sofort angerufen und wurde sehr freundlich beraten. Auch die Preise waren moderat. Jetzt habe ich mir so einen Encoder gekauft, wo man ganz normale Musikkassetten in MP3 automatisch umwandeln lassen kann. Ein Aufnahmegerät mir Mikrofon habe ich nämlich noch.
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