Freitag, 18. Februar 2011

Fernbeziehung

„Lass uns eine Fewo in Italien mieten“, war der erste Satz, der mir in der Mail ins Auge sprang, die mir mein Freund gestern geschickt hat. Wir führen zurzeit eine Fernbeziehung, die für uns beide ziemlich unbefriedigend und anstrengend ist. Alles hatte damit angefangen, dass mein Freund seinen Job verloren hatte. Hier in der Region war absolut nicht für ihn zu finden, also bewarb er sich schließlich deutschlandweit. Wir hatten geplant, dass ich dann einfach mitziehe und mir einen anderen Job suche. Ich bin mit meinem Job als Sekretärin doch etwas flexibler, die werden schließlich überall gesucht. Zudem habe ich in den letzten Jahren ziemlich gute Referenzen sammeln können, sodass ich mir die Suche nicht als unmöglich vorgestellt habe. Mein Freund bekam schließlich einen Job in einem anderen Bundesland, wodurch er nur am Wochenende pendeln konnte. Die Freude trübte jedoch die Tatsache, dass es sich nur um einen befristeten Vertrag über ein Jahr handelte, der eventuell im Anschluss in einen unbefristeten Vertrag umgewandelt werden kann. Viel blieb uns nicht übrig, also suchten wir für meinen Freund eine kleine Wohnung und beschlossen, spätestens in einem Jahr zu entscheiden, wo wir wohnen werden. Inzwischen ist ein dreiviertel Jahr vergangen, und mein Freund hat sehr gute Chancen, auch weiterhin in dem Betrieb beschäftigt zu werden. Ich habe mich auch schon nach Stellen umgesehen und einige Bewerbungen abgeschickt. Aber das Pendeln hat uns doch ganz schön geschafft. Deshalb hatten wir die Idee, einen Urlaub zu buchen, um mal wieder eine ganze Woche am Stück zusammen zu sein und uns vom Alltag zu erholen. Eine Ferienwohnung in Italien klingt wirklich toll. Noch dieses Wochenende wollen wir uns nach passenden Angeboten umsehen.

Dienstag, 15. Februar 2011

Haus statt Wohnung – Finanzierung statt Miete

Meine Schwester ist verheiratet und hat seit kurzem zwei Kinder. Obwohl sie eine recht schöne Wohnung gemietet hat, ist sie jetzt der Auffassung, dass sie doch lieber ihr eigenes Haus bauen (lassen) will. Ich bin ja dagegen, schließlich bindet man sich mit so einem Haus über Jahre an die Finanzierung.
Doch meine Schwester und ihren Mann schreckt das kaum. Und damit die beiden mich davon überzeugen können, dass sie genau das Richtige tun, musste ich mit ihnen gemeinsam zu einem Finanzierungsberater. Und der erklärte uns: „Wenn Sie es richtig anfangen, können Sie bei so einem Bau enorm die Kosten senken und außerdem noch Steuern sparen“. Da war ich ja gespannt, wie das gehen könnte. Er erklärte uns, dass man für eine solche Hausfinanzierung gut einen Bausparvertrag zu Hilfe nehmen könnte. Außerdem gibt es vom Staat, genauer gesagt von Bund und Land Fördermittel für Hausbau oder Immobilienerwerb. Und die Lücke, die dann noch bleibt, könne mit einem Hypothekenkredit schließen. Diese sind um einiges günstiger als andere Kredite und man bekommt ein Pfandrecht auf sein Haus, bis der Kredit vollständig getilgt ist.
Der Berater empfahl uns außerdem, so viel Eigenkapital wie möglich in den Hausbau einzubringen. Denn durch einen hohen Anteil an Eigenleistungen kann man gut die Kosten senken und braucht weniger Kredit. Mindestens 20 Prozent der Bausumme sollten wir aus eigenen Mitteln bezahlen. Außerdem wäre es gut, mit der Bank ein Sondertilgungsrecht zu vereinbaren. Dann könnte man auch größere Einmalzahlungen leisten, z.B. wenn man Weihnachts- oder Urlaubsgeld bekommt.
Im Endeffekt haben sich meine Schwester und ihr Mann entschieden, den Bau zu starten, schließlich, so sagten sie, sei ein solches Haus auch eine Wertanlage fürs Alter.

Auch ein Albtraum kann ein Traum werden

Es ist noch gar nicht so lange her, da habe ich über das Internet eine Immobilie gekauft. Ich hatte keine Zeit sie mir anzusehen und da das Objekt sehr beliebt war, griff ich schnell zu. Bei der ersten Besichtigung wurde ich allerdings überrascht. Heruntergerissene Tapete, eingerissene Zwischenwände, Schimmel in den Badezimmern – Hier hat seit mindestens 10 Jahren niemand mehr gewohnt.
Der Schock war groß und machen konnte ich wenig, da in der Beschreibung stand, dass das Gebäude seit einiger Zeit leer steht. Die Schäden waren allesamt zwar zu beheben, allerdings war dies eine kostspielige Angelegenheit, welche ich nicht alleine tragen konnte. Ich gab zuerst auf, nach drei Monaten packte mich allerdings wieder das verlangen das Ganze zu schaffen. Ich trommelte ein paar Freunde zusammen und wir fingen an. Da der Schimmel scheinbar nur oberflächlich war, konnte man ihn leicht entfernen, der erste Erfolg war also geschafft.
Nun wollten wir die Tapeten ganz entfernen und die Wände neu machen. Leider kam dann das, was uns Alle zur Aufgabe zwang. Die Risse in einigen Zwischenwänden kamen durch Schimmel in diesen. Etwas, das alleine meist nicht zu bewerkstelligen ist. Wir machten uns noch die Arbeit und rissen alle Tapeten überall runter und dann gingen wir erst mal wieder zu unseren Familien.
Am nächsten Tag rief Tom an und erzählte mir etwas von Immobilienfinanzierung. Diese ist genau für solche Fälle gedacht. Ein Haus, welches einfach nur saniert werden muss, damit es vermarktet werden kann. Genau das, was ich gesucht habe. Nach ein paar Telefonaten und einigen Treffen begannen die Handwerker mit dem Gebäude und schon nach einem Monat konnte ich es vermarkten.
Dann ging es glücklicherweise schnell bergauf. Durch die Sanierung konnte auch gleich alles modernisiert werden, was potentielle Mieter anlockte. Kurze Zeit später hatte ich durch die Immobilienfinanzierung keine freien Wohnungen mehr.

Montag, 7. Februar 2011

ELP Live

Ich höre ja sehr gerne Musik und habe auch etliche CDs zu Hause von meinen Lieblingsinterpreten. Allerdings ist mir beim durchstöbern aufgefallen, dass ich lediglich Studioalben besitze. Ein Bekannter von mir hat sich nämlich von uns zu seinem Geburtstag eine CD gewünscht von seiner Lieblingsgruppe Emerson, Lake & Palmer, auch kurz ELP. Allerdings bestand er auf einem Livealbum.
Das stellte mich erst mal vor die Frage, wer denn diese Gruppe überhaupt ist. Bei der Vielzahl an Bands ist es kein Wunder, dass man da den Überblick verliert, aber neugierig war ich ja schon. Im Internet findet man ja etliche Informationen über diese Band, die allerdings schon nicht mehr existiert. Es gab zwar vor einigen Jahren mal ne Reunion, wo sie nochmal ein Konzert gegeben hatten, aber so wirklich viel mehr ist nicht passiert.
Mein Bekannter hatte nun den Wunsch, dass wir ihm ein Livealbum dieser Band schenken. Da er schon etliche CDs besitzt, hat er uns auch noch verraten, welche Alben ihm noch fehlen. Also habe ich im Internet geschaut, ob ich irgendwo eines der Alben Live In Poland oder Live At The Isle Of Wight Festival bekommen könnte. Ich hatte es im Vorfeld auch in diversen Musikläden versucht, allerdings hat man mich dort ziemlich ratlos angesehen. Die Verkäufer dort waren alle recht jung und hatten wahrscheinlich genauso wenig wie ich vorher von dieser Musikgruppe gehört. Auch im Computer fanden sie keine auf Lagervorrätigen CDs. Sie hätten sie zwar bestellen können, aber das konnte ich dann von zu Hause aus genauso gut alleine.

Sonntag, 6. Februar 2011

Ich will nicht alt aussehen

Ich weiß nicht woran es liegt, doch seit einiger Zeit leide ich an Haarausfall, der mir sehr zu schaffen macht. Normaler weise bin ich ein aufgeweckter, selbstbewusster Mensch, doch nun fühle ich mich nicht mehr wohl in meiner Haut, weil ich das Gefühl habe, das es alle Menschen sehen, dass mein Haar dünner wird. Außerdem verbinde ich mit Haarausfall alte Leute, und ich will alles, aber auf keinen Fall alt aussehen. Meine Freundin, welche natürlich auch über mein Problem informiert ist, hat mir den Tipp gegeben, zu einem Friseur in Hamburg zu fahren, der Haarverdichtungen vornimmt. Als ich das hörte, bekam ich wieder Hoffnung, dass ich doch wieder ein normales, unbeschwertes Leben führen kann. Ich suchte mir sofort die Telefonnummer im Internet raus, die ich unter Haarverdichtung Hamburg gefunden habe. Der nette Mann am Telefon beruhigte mich, als ich ihm von meinem speziellen Problem berichtet habe, und er meinte, dass wir das zusammen in den Griff kriegen. Nächste Woche ist es endlich so weit, und ich kann es kaum erwarten, bis ich zu diesem Friseur fahren, und mich wieder neu herrichten lassen kann. Ich will nicht alt aussehen, und mich wieder rundum wohl fühlen, wenn ich in den Spiegel schaue. Ich habe es satt, die kahlen Stellen auf meinem Kopf sehen zu müssen, doch damit ist es ja hoffentlich bald vorbei. Ich stecke all meine Hoffnung in diesen Friseur, und ich wünsche mir von ganzem Herzen, das er mich nicht enttäuschen wird. Vielleicht hat meine Freundin Lust, mich dorthin zu begleiten.